Wir machen uns Gedanken zur großen Bedeutung der Natur, denn schließlich ist nicht das Wirtschaftswachstum in unserer Verfassung verankert, sondern der Erhalt unserer Lebensgrundlagen.
Hier unser aktueller Beitrag:
Wie, die Natur soll immer unwichtiger werden?
Und was ist mit der Natur, die uns allen im Obergrün so viel Freude bereitet? Sollen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz noch öfter ausgehebelt werden? Das bringt nicht nur uns auf die Palme, sondern auch den Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), den Dachverband von 37 Naturschutzvereinen. Er stellt zu Recht fest: Auch die Erhaltung der Biodiversität ist von „überragendem öffentlichen Interesse“! Infrastrukturprojekte dürfen nicht zu Lasten natürlicher Lebensgrundlagen gehen. Wenn die Bundesregierung die Zahl der „überragenden öffentlichen Interessen“ weiter inflationär erhöht, sieht der LNV keinen anderen Weg, als diese Wichtigkeit auch für den Naturschutz einzufordern. In den letzten Jahrzehnten habe die Verkehrsinfrastruktur stetig zugenommen, während die Fläche der Biotope zurückgegangen sei. „Deshalb ist es nur fair“, so LNV-Chef Gerhard Bronner, „wenn endlich gleiche Augenhöhe hergestellt wird, also dem Natur- und Umweltschutz ebenfalls der Status des „überragenden öffentlichen Interesses“ zugebilligt wird.“
Gern führen wir uns auch immer wieder vor Augen: Nicht das Wirtschaftswachstum ist in unserer Verfassung verankert, sondern der Erhalt unserer Lebensgrundlagen. In Freiburg ist es vor allem der Wohnungsbau, der seit Jahrzehnten zu Lasten von Ackerflächen und Grünland vorangetrieben wird (leider entstehen kaum bezahlbare Wohnungen). Wir kennen die Pläne für die Möchtegern-Luxusbebauung im Obergrün nur zu gut – umso mehr lieben wir es, mit den Kindern durch das Obergrün zu streifen, Wildkaninchen zu beobachten und das Vogelgezwitscher zu genießen.
